Wie man sein Leben auch leben kann!
Kategorie: Allgemein am 12.12.2011 08:25 von Sifu Jürgen KüpperIm Volksmund sagt man jede Madaille habe zwei Seiten. Der folgende Text ist von einer Seite, vielleicht macht’s ja die Mischung? Jetzt habe ich einen älteren Artikel wiedergefunden und wollte ihn Euch nicht vorenthalten. . Vielleicht findet sich der ein oder andere auch angesprochen, atmet danach nochmal durch und nimmt sich selbst und die Dinge um uns herum zumindest manchmal etwas gelassener. Schade wäre es am Ende unsers Lebens zum gleichen Schluss zu kommen.
Könnte ich mein Leben noch einmal von vorn beginnen, würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde alberner sein, würde ganz locker werden, nur noch ganz wenige Dinge ernst nehmen. Ich würde entschieden verrückter sein und weniger reinlich. Ich würde mehr Gelegenheiten beim Schopfe ergreifen und öfters auf Reisen gehen. Ich würde mehr Berge ersteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr Sonnenaufgänge auf mich wirken lassen. Ich würde mehr Schuhsohlen durchlaufen, mehr Eis und weniger Bohnen essen. Ich würde mehr echte Probleme und weniger eingebildete Nöte haben. Wie Sie bemerkt haben, bin ich eine von denen, die vorsorglich, vernünftig und gesund leben, Stunde für Stunde, Tag für Tag.
Nun, ich habe meine verrückten Augenblicke, aber wenn ich noch einmal von vorn anfangen könnte, würde ich mehr verrückte Augenblicke haben – genau gesagt: Augenblicke, einen nach dem andern, und nichts mehr von Plänen zehn Jahre voraus. Wissen Sie, ich bin eine von denen, die für alle Fälle Thermometer, Wärmflasche, Gurgelwasser, Regenmantel und Fallschirm bei sich haben. Hätte ich ein zweites Leben, ich würde sie zu Hause lassen.
Könnte ich mein Leben noch einmal von vorn beginnen, ich würde in aller Herrgottsfrühe barfuß in den Frühlingsmorgen laufen und als letzte sagen: Jetzt ist der Herbst dahin. Ich würde mehr Hockey spielen und vom Karussell würden sie mich nicht mehr herunterbringen.
(G. Wilkinson)
13.12.2011 um 00:38
Meine geschätzte Grundschullehrerin pflegte in jedes Poesiealbum eine Karte reinzukleben, statt die albernen Fragen zu beantworten. Es war immer ein Zitat vom ollen Kästner- der mit dem Emil und seinen Detektiven – “es gibt nichts Gutes außer man tut es”…Als ich das bei meiner damaligen Grundschulliebe gelesen habe – habe ich meiner Musiklehrerin erstmal das Ventil am Hinterreifen entfernt und war dabei nicht aufmerksam genug. Danach musste ich während der Schulpause das Fahrrad putzen. Es sollte eine Demütigung sein. War es natürlich nicht…