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Kampfgeist-von Sabine Osenberg

So war das Thema bei der Prüfung am Sonntag im wunderschönen Hückeswagen. Einige Schüler aus Köln, Kürten und Hückeswagen haben sich dazu auf dem Weg gemacht und wollten nun ihr bis dahin gelerntes Wissen auf die Probe stellen. Alle kamen gut gelaunt, ausgeruht, voller Elan und auch ein bisschen aufgeregt in der Schule an und unterhielten sich über alle möglichen Themen bis die Prüfung endlich losging. Und da kam auch schon unser lieber Si-Fu beschwingt und freudestrahlend in den Trainingsraum.

Die Prüfung begann mit der Form damit jeder zu sich finden konnte und dann voll bei der Sache war. Wenn man bei einer Prüfung die Form macht, kann man eine ganze Menge zum Trainieren mit nach Hause nehmen, denn wenn Si-Fu uns korrigiert und uns zeigt wie es richtig gemacht wird, hat man eine persönliche Verbesserung der eigenen Form erhalten und kann das Neue nun für sich üben.

In der nächsten halben Stunde gab es verschiedene Übungen, die das Gleichgewicht, die Kondition und auch den Kampfgeist in Anspruch nahmen. Diese Übungen waren ziemlich kräfteraubend und  schweißtreibend, doch niemand der Anwesenden machte Anstalten aufzugeben und so zogen alle es wie Profis durch, auch wenn manch einer schon dachte seine Arme oder Beine würden gleich abfallen.

Danach wurden die einzelnen Schülergrade aufgeteilt und jede Gruppe erhielt programmangepasste Übungen. Da es so viele schöne Übungen waren und werde ich nur ein paar von ihnen hier aufschreiben.
Alle die auf den ersten und zweiten Schülergrad gingen, konnten sich auf den Bodenmatten auspowern indem sie von vorne geschubst wurden und sie den Partner zu Boden bringen durften.
Die Dreier verbesserten ihr Lat-Sao sobald sie festgehalten wurden, was natürlich ohne viel Kraft funktioniert wie sie jetzt noch mal ins Gedächtnis gerufen bekommen haben.
Die Gleichzeitigkeit wurde mit viel Einsatz von den Vierern wiederholt und auch die Reflexe wurden damit noch verfeinert.
Die Fünfer gaben alles bei den Ellenbögen. Auch wenn der Druck bei dem Ellbogenangriff von vorne zu stark zu sein schien, nahmen sie ihn auf und nutzen die entstehende Lücke um von hinten zum Kontern.
Die Sechser und Siebener setzten ihren Fokus auf das richtige Timing beim ReakTsun und mussten genauestens auf ihren Körper hören.

Nach vielen, vielen Übungen und jeder Menge Schweiß lockerten alle aus und entspannten sich zum Schluss noch einmal mit der Form, doch dieses Mal war jeder einzelne total entspannt und fast keiner hatte mehr die Lücken, die er zu Beginn der Prüfung bei der Form hatte.

Da alle Prüflinge bis zum Schluss durchgehalten haben, erhielten sie als Anerkennung natürlich auch eine Urkunde und ein Abzeichen des neuen Schülergrades. Herzlichen Glückwunsch.