„Kampfkünstler mit Leib und Seele“


Sifu Josef Schoops oberstes Prinzip lautet: „Loyalität gegenüber seinen Lehrern und den Ehrenkodex der alten Kriegskünste bewahren.“

Diese Überschrift und Einleitung weckte mein Interesse beim durchstöbern neuer und alter Artikel auf der offiziellen Homepage der EWTO. Dieser Artikel wurde 2003 in der Rubrik WingTsun veröffentlicht und zeigt uns, wie genau Sifu Josef Schoops zum WingTsun gekommen ist, was er zuvor für Kampfsportarten betrieben hat, was seine Interessen sind und was er nach Beginn seines WingTsun-Daseins noch alles gemacht hat. Der heutige Beitrag ist einfach mal dazu da, um sich die Perspektive und Gedankengänge eines anderen WingTsun-Mitglieds anzuschauen und mit seinen eigenen Interessen zu vergleichen. Ich finde dadurch hat man die Möglichkeit sich weiterzubilden und seinen Horizont zu erweitern, um nicht zu engstirnig und kurzsichtig für unseren Alltag und unsere eigene Welt zu sein.

 

Begonnen hat für Josef Schoop alles ganz normal. Nach dem Schulabschluss absolvierte er eine Lehre, und arbeitete danach als Programmierer für Fräs- und Drehmaschinen. Als Hobby betrieb Josef damals Fußball und spielte im Sportverein seines Heimatortes Asbach aktiv mit.

Irgendwann bekam er in dieser Zeit Kontakt zum Kampfsport und im Jahr 1980 begann Josef mit Hapkido. Diese Selbstverteidigungskunst beinhaltet weiche und harte Techniken, die zum größten Teil aus dem japanischen Aikijutsu stammen. In dieser Zeit trainierte Josef noch weitere Kampfsportarten wie Hosindo und Kickboxen.

1991 gründete er seine eigene Kampfsportschule in Asbach. Im Laufe der Zeit fanden sich dort bis zu 130 Kampfsportbegeisterte aller Alterklassen zu den jeweiligen Kursen ein.

Hapkido und Hosindo betreibt Josef seit dieser Zeit regelmäßig und im Jahre 2001 legte er die Prüfung für den 7. Dan in Hapkido und den 6. Dan in Hosindo ab. Über den langen Zeitraum bis zu dieser Graduierung entstand im Laufe der Jahre ein freundschaftliches Verhältnis zu seinen Lehrern Professor Soo Ung Choi (10. DAN Hapkido, 10.DAN Hosindo) und Professor Dr. Ki Chul Ham, Dekan der Academy of Social Athletics (Hanseo Universität). Die beiden unterrichteten Josef nicht nur in den Techniken der Kampfkunst, sondern auch in den Philosophien, die diese Kriegskünste beeinflussen. Sie lehrten ihn den Ehrenkodex dieser alten Traditionen, der Tugenden wie Mut, Loyalität, Ehre sowie Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit beinhaltet. Diese Werte versucht Josef täglich in sein Leben zu integrieren und sie auch an seine Schüler weiterzugeben.

Mit einem Trainingskollegen besuchte Josef irgendwann eine WingTsun-Demonstration und nahm danach in dieser Schule am Probetraining teil. Instinktiv erkannte Josef die hohe Effektivität des WingTsun und fing 1988 an zu trainieren. Obwohl sein Trainingspartner nach kurzer Zeit das Interesse verlor, blieb Josef dem WT-System treu und trainierte regelmäßig neben Hapkido auch WingTsun. Mit seinem Sihing Heiko Martin besuchte er die angebotenen Lehrgänge von Großmeister Keith Kernspecht und war fasziniert von dem logischen Konzept des WT. Nachdem er die Prüfung zum Ausbilder im WingTsun bestanden hatte, eröffnete Josef seine erste WT-Gruppe unter seinem Sihing.

Darauf folgten in verschiedenen anderen Orten seiner Heimatregion weitere WingTsun-Gruppen. Josef bildete sich in dieser Zeit regelmäßig auf Schloss Langenzell weiter und erreichte dadurch bald den Grad des ersten Technikers. Im Jahr 2000 wurde er dann mit dem Grad des zweiten Technikers zum Sifu ernannt. Aus den am Anfang hobbymäßig betriebenen Kampfsportschulen wurde mit der Zeit eine professionelle Ausbildungsstätte für verschiedene Kampfkünste. 1995 begann Josef mit Kum-Do, einer Schwertkampfkunst aus Korea. In der Praxis dieser Waffenkunst wird das bewusste Denken unterdrückt, wodurch die Aktionen instinktiv erfolgen sollen.

 

Zwischenzeitlich wurde auf Schloss Langenzell die Sicherheitsakademie gegründet. Diese bot Ausbildungen im Bereich Personenschutz an. Dort absolvierte Josef im Dezember 1994 den ersten Personenschutzlehrgang. Er erhielt hierdurch ein umfangreiches Know-how, so dass er parallel zu den Kampfsportschulen im Jahr 1995 den Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Sicherheitsunternehmen wagte. Josef begann dann zunächst mit der Betreuung von Objekten in Industriegebieten. Außerdem arbeitete er bei feierlichen Anlässen oder in Discotheken als Türsteher.

Weiterführende Fortbildungsseminare an der Sicherheitsakademie Schloss Langenzell und die praktische Erfahrung vor Ort zahlten sich für Josef schon nach kurzer Zeit aus. In seiner Firma beschäftigt Josef heute zehn fest angestellte Mitarbeiter und übernimmt außer Objekt- und Personenschutzaufträge auch bewaffnete Werttransporte und Ermittlungen. Auch bei großen Rockveranstaltungen ist sein Sicherheitsunternehmen gefragt.

Durch Reisen in verschiedene Länder lernte Josef auch dort die Ausbildung der Sicherheitsunternehmen und Polizei kennen. Aufgrund dieser Kontakte bildet er z.B. in Bolivien die Spezialeinheit der Polizei Santa Cruz in WingTsun aus. Um den Anforderungen der von ihm betriebenen koreanischen Kampfkünste gerecht zu werden, fliegt Josef jedes Jahr mehrmals nach Korea und legt dort vor einem Gremium die Prüfungen für Hapkido ab. Hier wird er von den Meistern ihres Fachs weitergebildet und besonders sein Professor Dr. Ki Chul Ham von der Hanseo-Iniversität hat großen Anteil an der Fortentwicklung von Josef Schoop. Dieses Jahr übereichten Dr. Ki Chul Ham (10. Dan), der Dekan der Academy of Sozial Athletics Hanseo Universität aus Susan Korea und der Kampfkunstlehrer Soo Ung Choi aus Frankfurt (10. Dan Hapkido und Hosindo) Josef Schoop den 8. Dan in Hapkido. Mit dieser Graduierung wurde er gleichzeitig von seinen Meistern zum europäischen Repräsentanten ernannt.

Weiterhin bestätigte der koreanische Verband Josef als Hapkido-Chiefinstructor für Deutschland und berief ihn 2001 in Korea zum Gastprofessor für Sicherheit an die Hanseo Universität. Dort doziert Josef seit diesem Zeitpunkt in regelmäßigen Abständen im Fach Wissenschaft und Sicherheit.

Josef Schoop ist Kampfkünstler mit Leib und Seele. Mit viel Disziplin und Ausdauer ist es ihm gelungen, in verschiedenen Kampfkunstsystemen fortgeschrittene und höchste Graduierungen zu erreichen. Dabei ist ihm der charakterbildende Aspekt der Kampfkünste am wichtigsten. „Loyalität, Ehre, Mut, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit sind wichtige Tugenden, die in der heutigen Gesellschaft immer weniger beachtet werden”, erklärt Josef. Vor allem gegen diese Tugendlosigkeit sollte ein Kampfkünstler seiner Meinung nach kämpfen – und stets bei sich selbst beginnen.

 

„Kleiner Aufwand – große Wirkung“


Heute stelle ich euch einen Artikel von der offiziellen Homepage der EWTO aus der Rubrik ChiKung vor, der einem 10 einfach auszuführende Übungen zeigt, wie man bei ganz normalen Alltagsabläufen trainieren kann ohne die eigentliche Tätigkeit zu vernachlässigen. So hat man die optimale Lösung für eventuell fehlende Zeit fürs Training im Alltag genutzt, um nicht einen Tag zu haben an dem man nicht trainieren kann. Das ist vor allem für alle Berufstätigen, die viel unterwegs sind, sehr hilfsreich, da sie jederzeit und überall diese Übungen durchführen können ohne sich großartig vorzubereiten.

Aber nun zum Artikel:

 

Keine Zeit – diese Ausrede war gestern! Wenn sich Training auf die effektiven Trainingszeiten in der WingTsun-Schule oder im Fitnesszentrum beschränkt, ist es ziemlich frustrierend, wenn du wenig Zeit hast oder zumindest eine Phase von Zeitknappheit durchmachst.

Es reicht nicht, ein Training zu besuchen und die Aktivitätszeit sinkt anschließend sofort auf null. Dabei ist es so einfach, regelmäßig zu trainieren.

Der Alltag bietet viele Gelegenheiten, die sich mit Übungen kombinieren lassen. Das legendäre „Treppensteigen statt Lift“ ist dabei immer noch eine der effizientesten, wenn einem ein knackiger Po wichtig ist und man sich auch bei fortschreitendem Alter noch aufrecht halten möchte.

 

Optimal ist es, zu Fuß möglichst viele Strecken zurückzulegen, denn hier bewegt man den Körper ideal. Auch wenn hier und da die eine oder andere Viertelstunde Gehen nach nichts aussieht, genau diese Bewegung hält unseren Körper in Schwung. Dafür ist er gedacht.

 

Und was wäre besser, als das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden?

 

Von morgens bis abends: kleine Übungen machen eine komplette Trainingseinheit

 

1. Aufstehen

Bereits hier lässt sich in eine Übung integrieren: Strecke und recke dich wie die sprichwörtliche Katze, rolle dann so leicht wie möglich aus deinem Bett – jeden Tag etwas geschmeidiger und eleganter als am vorhergehenden.


2. Zähneputzen

Dies ist die beste Zeit für Übungen. Es findet – bestenfalls – regelmäßig statt. Langsame Kniebeugen sind super. So kommst du in Schwung und bringst deinen Kreislauf auf Trab.


3. Auf Zehen gehen

Der morgendliche Rundgang in der Wohnung vom Bad zum Kleiderschrank, von da in die Küche – alles kann auf den Zehenspitzen zurückgelegt werden. Das trainiert die Waden. Im Wechsel mit Fersengang nennt man es Wadenpumpe. Dies fördert die Durchblutung und beugt Venenstauungen vor.


4. Haare föhnen

Für diejenigen, die die Haare vornüber gebeugt bürsten oder föhnen: Sie können sich dabei ihren gestreckten Beinen mit dem Oberkörper bei jedem Bürstenstrich etwas mehr nähern. Das dehnt schön die Beinrückseite und den Rücken. Wer keine langen Haare hat, streckt sich einfach so – aus eigenem Antrieb zum Schluss der Morgentoilette mit den Fingern in Richtung Boden strecken.

 

5. Im Büro
Später, nachdem du – vielleicht zu Fuß oder mit dem Rad – am Arbeitsort eingetroffen bist, geht es mit dem Training weiter. Bei jedem Aufstehen vom Stuhl einmal weit zurückbiegen, so dass der Körper sich wie ein Bogen spannt, wodurch der Bauch und die ganze Frontseite gedehnt und gekräftigt werden. Und vielleicht haben es auch die Seiten nötig, so richtig schön gedehnt zu werden?

 

6. Auf dem Schreibtisch

Wenn du viel mit den Händen arbeitest, dann werden dir ein paar Unterarmdrehungen guttun. Stelle dazu deine Hände bei gestreckten Armen mit der Handfläche nach unten auf den Tisch. Beuge die Handgelenke, bis in die Dehnung. Dasselbe wiederholst du auf dem Handrücken, Finger einmal nach vorn und dann zum Körper hin. Weitere Büro-Übungen findest du übrigens in der WT-Welt 2010.

 

7. Gelegenheit zum Aufstehen

Ein Glas Wasser holen, das Papier aus dem Drucker, dem Kollegen, der Kollegin etwas mitteilen – wann immer sich die Gelegenheit bietet, stehe kurz auf, mache ein paar Schritte. Steh‘ auf, wenn du ein längeres Telefonat führst.

 

8. Feierabend

Da schaust du gern einmal etwas fern vor dem Zu-Bett-Gehen? Eine Yogamatte auf den Boden gelegt und dann geht’s los mit Abstützen zu allen Seiten: Auf dem Rücken liegend auf Fersen und Ellbogen hochstützen, auf der Seite auf der Fußkante und dem Unterarm und auf dem Bauch liegend auf Unterarmen und Zehenspitzen. Das kräftigt gleich rundum, trainiert die ganze Stützmuskulatur, damit wir auch im Alltag schön aufrecht sind. Und wem das zu leicht fällt: einfach das freie Bein noch zusätzlich anheben.

 

9. Der Boden ist die bessere Couch

Wenn die Matte schon liegt, sitze doch gleich öfter auf dem Boden. Es ist sowieso viel bekömmlicher, und man könnte sonst an Boden verlieren, wenn man sich nur noch auf Stühlen aufhält.

 

10. Zähne putzen

Schon wieder. Wie wär’s diesmal stehend auf einem Bein – jeweils eine Minute links und eine rechts? Wenn das schon sehr leicht fällt, kannst du dazu die Augen schließen. Das trainiert das Gleichgewicht!

 

Und falls du morgen die eine oder andere – oder alle Übungen – vergisst, dann nimm dir bewusst vor, übermorgen zu starten. Integriere nach und nach die Trainingssequenzen in den Alltag und erfinde neue dazu – wo, wann und was sich für dich selbst am meisten anbietet.

 

„12 gesunde Gewohnheiten (für 2012)“


„Dieses Jahr lebe ich gesünder“, sagen sich viele – doch leider sind die guten Vorsätze oft schnell wieder vergessen. Vielleicht, weil man sich einfach zu viel auf einmal vorgenommen hat? Deshalb lieber das Ganze langsam angehen und jeden Monat eine zusätzliche neue Gewohnheit erlernen.

 

Einige oder viele haben sich beim Lesen der Überschrift garantiert gedacht: „Hab ich mich jetzt verlesen oder ist das ein Tippfehler?“ Doch das hat alles so seine Richtigkeit und ist so gewollt. Diese Überschrift und die dazugehörige Einleitung stammen von einem Artikel der am 28.12.2011 auf der offiziellen Homepage der EWTO in der Rubrik ChiKung veröffentlicht wurde. Doch da wir nicht 2011 die Chance hatten uns gute Vorsätze für das kommende neue Jahr zu überlegen, können wir doch einfach die schon super geplanten 12 Vorsätze vom Jahr 2012 nehmen und sie 2013 umsetzen.

Denn wenn man sich diese Vorsetze durchliest wird man feststellen, dass sie echt sinnvoll und gut durchdacht sind und sie aus diesem Grund auch veröffentlicht wurden.

Ich persönlich habe mir sonst nie irgendwelche Vorsätze für das neue Jahr gemacht, da ich finde, dass man für kleine bis große Veränderungen im Leben und Alltag keinen Jahreswechsel benötigt und man sich einfach jeden Tag dazu entschließen kann, einige Veränderungen seinerseits vorzunehmen. Aber wenn ich schon so einen Artikel hier vorstelle und ich euch vorschlage ihn zu befolgen, da er keine negativen Folgen haben kann, dann werden ich diese Vorsätze natürlich auch selbst befolgen und ich werde versuchen alle 12 Vorsätze in mein Leben einzubringen.

Also ich wünsche allen, die sich auch dazu entschließen auch mitzumachen, viel Spaß dabei und ich würde mich freuen, wenn ihr mit einfach mal ein Feedback geben könnten, ob es euch leicht gefallen ist die Vorsätze einzuhalten und was ihr selbst bei euch beobachten konntet.
Aber nun zu den 12 Vorsätzen:

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und bis man sich an etwas Neues gewöhnt hat, braucht es mindestens 21 Tage der praktischen Umsetzung. Nehmen wir der Einfachheit halber einen ganzen Monat. Gewöhnst du dir also jeden Monat des Jahres eine gesunde neue Handlung an – und behältst die von den Vormonaten bei – hast du bis Ende Jahr ganz schön viel erreicht:

 

Januar:

An apple a day keeps the doctor away!

Gemeint ist hier nicht ein neues Gerät einer bekannten Elektronikfirma, sondern tatsächlich der Apfel. Er enthält nebst viel Flüssigkeit und Vitaminen Stoffe, die den Abtransport von Schlackenstoffen unterstützen – der beste Vorbeuger gegen Krankheiten! Also: Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern.

 

Februar:

Frische Luft – auch im Winter!

Wir brauchen frische Luft zum Denken! Die Räume, in denen wir arbeiten, sollten stündlich fünf Minuten lang gelüftet werden. Das Aufstehen und die paar Schritte zum Fenster bringen gleich noch etwas Bewegung in den Arbeitsalltag.

 

März:

Sich strecken!

Welches ist denn die Muskelpartie, die bei deiner Arbeit am meisten verkürzt? Dehne sie stündlich auf, am besten indem du dich streckst wie eine Katze. Sitzt du viel am Schreibtisch, stehe auf und beuge deinen Körper rückwärts, strecke dich nach hinten oben – zum Beispiel gleich bevor du das Fenster öffnen gehst!

 

April:

Wasser trinken

Unser Körper besteht zu einem Großteil – über 75% bei Säuglingen, über 50% bei Erwachsenen – aus Wasser. Sogar unsere Knochen haben einen Wasseranteil von 20%! Somit ist es ziemlich logisch, dass auch unsere Nahrung in ähnlichem Verhältnis Flüssigkeit enthalten sollte. Trinke täglich mindestens 4 – 6 große Gläser Wasser, ohne Kohlensäure. Wenn du dich ärgerst, noch eines mehr – das beruhigt.

 

Mai:

30 Minuten Bewegung muss sein!

Baue Bewegung bewusst in den Alltag ein. Mache deine WingTsun- und ChiKung-Formen in diesem Monat einmal pro Tag – sogar am Wochenende! Wann immer es möglich ist, gehe zu Fuß oder baue Spaziergänge in deinen Alltag ein. Alles in allem 30 Minuten Bewegung pro Tag, am besten an der frischen Luft, und deine Gesundheit wird sich in vielen Bereichen verbessern und deine Stimmung in Schwung bringen!

 

Juni:

Augentraining

Unsere Augen mögen es abwechslungsreich: Schau immer wieder einmal in die Ferne, in die Nähe, lass die Augen kreisen, blinzle – gerade bei stundenlanger Arbeit am PC wichtig –, schließe die Augen dazwischen einfach für ein paar Sekunden. Und zwinkere einmal hier und da jemandem zu, das hebt die Laune zusätzlich noch die Laune.

 

Juli:

Verzichte auf Lebensmittel mit „E…’s“

… oder lies zumindest ganz genau, was alles in dem Lebensmittel drin ist, das du da gerade kaufen willst. Wenn mehr als ein mit „E“ bezeichneter Zusatzstoff enthalten ist, dann zurück ins Regal damit und schnell weg in die Obst- und Gemüse-Abteilung. Hier gibt es im Sommer zum Glück reichlich Auswahl!

 

August:

Treppen steigen

Steige jeden Tag mindestens eine Treppe hoch, besser noch zwei oder drei. Wenn du keine Treppe im Haus oder bei der Arbeit hast, suche dir andere Treppen. Wer weiß, welche Überraschung dich oben erwartet. Du kannst die Minuten auf deine halbe Stunde Bewegung anrechnen!

 

September:

Täglich frisches Obst und Gemüse essen

Achte diesen Monat darauf, täglich 4 – 5 Portionen Obst und frisches Gemüse zu essen. Dabei darauf achten, dass das Gemüse nicht zu kurz kommt! Es sollte bei der Anzahl der Portionen die Mehrheit haben. Sei hierbei erfinderisch und probiere neue Sorten aus. Und ja, der Apfel zählt auch als eine Portion!

Das Portionsmaß ist übrigens eine Handvoll. Es gilt die eigene Hand als Maß.

 

Oktober:

Täglich etwas Neues ausprobieren

Halte dein Gehirn fit und frisch, indem du jeden Tag etwas Neues ausprobierst. Ein neues Früchtchen (siehe September), einen anderen Weg zur Arbeit, eine fremde Person ansprechen, ein neues Tool ausprobieren. Lass deiner Fantasie freien Lauf – und dir auch. Beim Laufen kommen oft die besten Ideen und du hast gleichzeitig dein Bewegungsprogramm abgearbeitet!

 

November:

Tief durchatmen

Nicht nur die Wohn- und Arbeitsräume wollen belüftet sein (siehe Februar), auch unser Körper braucht gute Belüftung. Tiefes Durchatmen hilft gegen Müdigkeit und kurbelt in stressigen Situationen unsere Hirntätigkeit an. Atme 5 – 10 Mal tief durch oder unternimm noch besser einen raschen Spaziergang – das ist die beste Art, um Luft zu tanken!

 

Dezember:

Täglich jemandem eine kleine Freude machen

Passt zu Weihnachten – und was gibt es Schöneres, als wenn ein Mensch sich freut? Probiere es aus, wie beschwingend es sein kann, wenn der Beschenkte nicht einmal weiß, wer ihm die Überraschung beschert hat!

 

„Vorbeugen ist besser als Heilen!“


Heute gebe ich einen Artikel von der offiziellen Homepage der EWTO aus der Rubrik ChiKung wieder, der uns zeigt, wie man sich mit einer einfachen Übung und deren Variationen entspannen kann, wenn man zurzeit durch die Weihnachtsvorbereitungen etwas verspannt ist. Natürlich kann man diese Übung auch jederzeit manchen ohne das Weihnachten oder irgendein anderes Fest or der Tür steht. Das Problem beim Verspannen durch den Stress ist immer, dass man schneller gereizt ist und man dadurch auch eher seine Anspannung an jemanden raus lässt, der vielleicht gar nicht mit der Sache zu tun hat, die einen gerade nervt. Dadurch entsteht wieder Stress und die eigentlich so herzliche Zeit wird zu einer stressgeladenen Situation, die niemand gerne hat und man froh ist wenn endlich der ganz normale Wahnsinn wieder eingekehrt ist.

Deshalb kann es eventuell sogar helfen sich ein bisschen zu entspannen, indem man die Übungen macht und seinen Stress nicht direkt an der nächstbesten Person raus lässt, die gerade in der Nähe ist.

Aber nun zum Artikel:

 

Der vorweihnachtliche Stress hat bereits begonnen und schnell macht sich die Anspannung als Verspannung in unserem Körper breit. Damit wir ein wenig entspannter durch die Weihnachtszeit kommen, hier eine neue Übung.

 

Vorbeugen

Und Action:

Beide Hände sind hinter dem Rücken verschränkt, Arme gestreckt. Beuge den Oberkörper im Hüftgelenk nach vorn, Arme bewegen sich gleichzeitig nach oben und vorn.
Wie weit kannst du dich nach vorn bewegen und verspürst noch eine angenehme Dehnung?

 

Atme tief durch, sinke beim Ausatmen etwas weiter nach vorn, so dass es angenehm bleibt.

 

Das ist wichtig:

Wenn du deine Hände nicht bequem hinter dem Rücken greifen kannst, halte die Arme gebeugt. Lasse den Kopf locker baumeln.

 

Variation:

Arme nach vorn hängen lassen.

 

Ist gut für:

Wohltuend für den vom langen Sitzen geplagten Rücken und Nacken. Enorm lockernd für die Schultern.

Dehnt die Rückenstrecker, Beinbeuger, Brustmuskeln und vorderen Delta.

 

Variation:

Wie oben, jedoch ohne Brust- und Delta-Dehnung

 

„Sensory Awareness zeigt Wirkung“


Heute gebe ich den Artikel von der offiziellen Homepage der EWTO aus der Rubrik WingTsun wieder. Er ist das Ergebnis davon, was Sascha Rimasch erlebt hat, wie er zum Sensory Awareness kam und was er alles von Charlotte erlernt hat. Das ist übrigens alles im Beitrag „Sensory Awareness“ nachzulesen.

 

EWTO-Hauptquartier Heidelberg, Samstag, 12.03.2011, 11:00 Uhr: Sascha Rimasch beginnt mit einem kleinen Kreis von sechs Teilnehmern das Seminar mit dem Thema Sensory Awareness. Alle sind gespannt und neugierig darauf, was der Tag bringen wird.

„Du musst alles vergessen, was du bisher gelernt hast und du musst bereit sein, Schmerzen zu ertragen.“

Dies war die Antwort der Lehrerin von Sascha Rimasch auf seine Frage, was er tun müsse, um von ihr zu lernen. Eine Antwort, die man oft in Geschichten über alte, asiatische Geisteswissenschaften und/oder Kampfkünste liest.

 

Auch die Geschichte, die Sascha über die Aufnahme seiner Lehrerin bei wiederum ihrer Lehrerin berichtete, erinnert an solche Überlieferungen. Sie musste mehrmals anreisen und wurde immer wieder fort geschickt, um letztendlich doch für ihre Hartnäckigkeit als Schülerin akzeptiert zu werden.

 

Alles vergessen, was Du bisher gelernt hast …

Natürlich neige auch ich dazu, zu vergleichen; im Hinterkopf hatte ich den Gedanken: „…das ist doch so ähnlich wie die Methode XY, oder?“

 

Dinge zu tun, sich darauf einzulassen und zu schauen/fühlen, was passiert, bedeutet Vertrauen zu haben und furchtlos zu sein.

 

Themen wie

•  Spontan und mühelos handeln

•  Eigene, steife Vorstellungen auflösen

•  Tun was vor der Nase liegt

•  Den Geist zu beruhigen, das „Karussell der Gedanken“ zum Stillstand bringen

•  Störende Gefühle umwandeln

•  Den Geist mit positiven, nützlichen Gedanken beschäftigen

•  Enge in Körper und Geist durch Raum ersetzen

•  Jederzeit bereit sein, wie ein Tiger aufzuspringen

•  Im Hier und Jetzt verweilen

•  Vom „Entweder-oder“ zum „Sowohl-als-auch“ kommen

kamen mir bei den Körperübungen und Erklärungen von Sascha in den Sinn. Themen, die ich wiedererkannte, die auch Themen des Geistestrainings mittels Meditation in einer der Praxislinien der vier großen Linien des tibetischen Buddhismus sind.

 

Ich habe den Eindruck, dass mit Sensory Awareness die o.g. Themen durch Körperübungen bearbeitet werden – also eine Herangehensweise, die über die praktische Arbeit am Körper den Geist entwickeln soll.

 

Apropos Praxis

Eines der bemerkenswertesten Dinge in diesem Kursus mit Sascha war für mich die Tatsache, dass wir diese beiden Tage nutzen sollten, um die Übungen zu praktizieren und nicht, um über die Theorien dahinter zu diskutieren; was natürlich die einzige Möglichkeit darstellt, um Resultate zu erzielen. Neudeutsch: „Learning by Doing“.

Von Vorteil war die kleine Gruppe von sechs Teilnehmern. Interessant war auch die Tatsache, dass Sascha niemals vorgab, welche Resultate eine bestimmte Übung bringen sollte. Jeder Teilnehmer sollte ohne Erwartung und Vorstellung mitmachen und konnte anschließend erzählen, was dabei erlebt worden war. Sascha bewertete diese individuellen Erlebnisse und Gefühle auch nicht als ‚richtig’ oder ‚falsch’.

 

Wie wir als WT-Praktizierende wissen, bringt nur die unermüdliche Wiederholung von Bewegungen Resultate.

Ich denke, dass durch das weitere Praktizieren dieser Sensory-Awareness-Übungen sich ebenso die entsprechenden Resultate zeigen, wie sie sich auch bei der Meditation durch ständiges Training des Geistes nach und nach Resultate erzielen lassen.

 

Zu den Übungen

Ohne zu verraten, in welcher Weise Sascha mit den Leuten arbeitet – ich möchte ja nicht, dass Ihr mit festen Vorstellungen in seinen Kursus geht – kann ich sagen, dass die Arbeit mit einem Besenstiel für mich, der ich außer WingTsun auch das Newman-Escrima betreibe, eine völlig neue (Schmerz)-Erfahrung war …

 

Ein direkter Erfolg

Einen schnellen Erfolg konnte ich direkt im Anschluss an den Kursus auch verbuchen:

Ich habe seit vielen Jahren immer wieder Probleme mit der Halswirbelsäule, die ich bisher nie in den Griff bekam. Auf der Rückfahrt nach Hause spürte ich plötzlich eine Beweglichkeit und Entspannung, wie ich das seit Jahren nicht mehr gefühlt habe. Ein Gefühl, als ob alles im Nackenbereich sich wie frisch geölt und wie auf Luftkissen bewegen lässt.

Ich habe diesen Zustand der Muskulatur bisher weder durch Einrenken noch durch Massagen erreichen können. Das Gefühl hielt  ca. zwei Tage an. Ich werde die Übung, die diesen Effekt bewirkte, weiterhin praktizieren und bin neugierig auf weitere Übungen, da mich noch ein bis zwei andere „Zipperlein“ plagen, die ich beheben möchte.

Ich habe das Gefühl, dass die Arbeit mit diesen Übungen einen positiven Effekt auf mein gesamtes WingTsun haben wird – insbesondere auf das neue ReakTsun-Programm meines SiFus, GM Keith R. Kernspecht.

 

„Sensory Awareness“


Der heutige Beitrag zeigt, wie man durch ein wenig Hilfsbereitschaft sein Leben verändern kann und was für Möglichkeiten sich einem bieten, wenn man sich dann auch noch voll und ganz auf Neues einlässt, ohne lange darüber nachzudenken.

Der folgende Artikel von der offiziellen Homepage der EWTO aus der Rubrik WingTsun kann einem helfen, dass man nicht immer nur verschlossen der Welt gegenübertritt und nicht immer alles zu schwarz zu sehen, sondern dass man einfach mal seinen inneren Schweinehund überwinden und seinen Schatten überspringen muss, um im Leben vorwärts zu kommen. Erst dann hat man die Chance Neues kennenzulernen und vielleicht sogar festzustellen, dass es sich lohnen kann über der Tellerrand hinauszuschauen. Deshalb sollte sich jeder ernsthaft fragen, ob er alles was er sich vorgenommen hat erreicht hat oder ob es noch Wünsche gibt, die man sich noch nicht erfüllt hat. Denn ich finde ohne diese Schritte wird man sich immer fragen, ob man nicht etwas verpasst hat und was wäre gewesen wenn.

 

„Die Menschen haben ein Recht von Charlotte zu erfahren!“

Diese Worte von Großmeister Kernspecht, klingen mir von Zeit zu Zeit in den Ohren und obwohl ich eigentlich nicht gerne über „die Arbeit“ schreibe, habe ich mich nun entschlossen diesen Artikel zu verfassen:

Vor vielen Jahren fragte mich eine Bekannte: „Hättest du Lust für ein halbes Jahr nach Kalifornien zu gehen? Dort gibt es eine ältere Dame, die jemanden sucht, der ihr hilft!“ Auf so etwas hatte ich nur gewartet und ein paar Wochen später saß ich im Flugzeug Richtung San Francisco.

Ich hatte keine Ahnung, wer Charlotte war und was sie tat. In meinem Kopf sah ich nur Sonne, Strand und Sascha mittendrin. Nun wusste ich ja, dass sie alt sei, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie so alt war. Bei unserer ersten Begegnung stand Charlotte kurz vor ihrem 95. Geburtstag.

Als sie mir ihre Hand gab, stellte sie mir eine Frage und diese Frage zuckte wie ein Blitz durch mich hindurch. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich das mein Leben lang gesucht hatte.

Seit ich mich erinnern kann, hatte ich immer das Gefühl, es fehlt etwas. Aber ich hatte keine Ahnung, was dieses etwas war und ich ahnte auch nicht im Geringsten, dass es existiert.

 

Mit der Zeit erfuhr ich, dass Charlotte Selver in einer bestimmten Szene eine berühmte Persönlichkeit war und eine Disziplin unterrichtete, die sie „Sensory Awareness“ nannte. Als ich zu ihr sagte, dass ich gerne mit ihr studieren möchte, sagte sie: „Du weißt viel, Sascha! Wenn du mit mir studieren möchtest, musst du mir zwei Sachen versprechen: Du musst alles vergessen, was du je gelernt hast. Und wenn Schmerz auftaucht, musst du da durch.“

Es fiel mir nicht schwer, ihr das zu versprechen. Schließlich dachte ich, das sei nun wirklich kein Problem. Es stellte sich heraus, dass Charlotte damit etwas ganz anderes meinte, als ich dachte. Und ich kann nicht gerade behaupten, dass mir die ersten Jahre leicht gefallen wären. Ach ja, aus dem geplanten halben Jahr wurden fast 8 Jahre. Charlotte starb ein paar Monate vor ihrem 103. Geburtstag.

 

Bevor ich zu Charlotte kam, gab es für mich nur eins: WT. WingTsun war für mich das Sinnvollste und Interessanteste, womit man seine Zeit verbringen konnte und das Training unter meinem Sihing Wolfgang Olear hatte mein Leben in vieler Weise positiv beeinflusst. Als ich nun Charlottes Arbeit kennen lernte, tauchte in mir die Vorstellung auf, wie wundervoll es wäre, diese beiden Möglichkeiten sich begegnen zu lassen.

Ich habe fast 15 Jahre gewartet, bis ich mit SiFu Kernspecht Kontakt aufnahm, um ihm meine Geschichte zu erzählen. Mein erstes Erlebnis mit Charlotte hat mich nie mehr verlassen und sie war es auch, die mich ermutigte, ihre Arbeit weiterzuführen.

Meine Verbindung zu SiFu Kernspecht geht tiefer als Worte, Wissen und Gedanken, und ich nehme gerne die Aufgabe an, meine Erfahrungen und Erlebnisse nun in unserer „schrecklich netten WingTsun-Familie“ erfahr- und erlebbar werden zu lassen.