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	<description>Interessantes und Wissenswertes aus der Wingtsun Welt.</description>
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		<title>„Europa &#8211; China“</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 07:20:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Osenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das WingTsun aus China kommt ist eigentlich jedem WT-ler bewusst. Doch was genau sind die Unterschiede zwischen Europa und China. China ist im Vergleich mit Europa andersartig, was man schon in der Sprache und Schrift sieht, außerdem war das politische System jahrzehntelang das Feindbild Nr. 1 der westlichen Welt und die Kultur ist ebenso legendär [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das WingTsun aus China kommt ist eigentlich jedem WT-ler bewusst. Doch was genau sind die Unterschiede zwischen Europa und China. China ist im Vergleich mit Europa andersartig, was man schon in der Sprache und Schrift sieht, außerdem war das politische System jahrzehntelang das Feindbild Nr. 1 der westlichen Welt und die Kultur ist ebenso legendär wie unbekannt. Ich persönlich möchte wissen warum manche Dinge für die viele Europäer immer noch so ungewohnt und fremdartig sind. Erst wenn wir uns mit der anderen Kultur und deren Hintergründe auseinandersetzen, können wir verstehen, warum sie etwas Bestimmtes machen und warum ihnen es so wichtig ist. Danach ist es uns erst möglich ihre Bräuche und Sitten nachzuvollziehen, sie zu erlernen und sie mit unseren Eigenschaften zu vereinen.<br />
Der heute hier zusammengefasste Artikel stammt aus der 27. Ausgabe der WingTsun-Welt.</p>
<p>Viele Elemente des täglichen WT-Trainings wurden direkt aus der chinesischen Kultur übernommen. Das fängt bei der Begrüßung vor den Bildern der Großmeister bei jedem Unterrichtsbeginn an, wird fortgeführt beim „Partnertraining“, wo ein wechselseitiges Respektsverhältnis voreinander praktiziert wird, spiegelt sich in den Anredeformen wie „Si-Fu“ oder „Si-Hing“ wieder und endet nicht beim roten Umschlag als Ehrengeschenk für den Großmeister.</p>
<p><strong>Was ist Europa?<br />
</strong>Geographisch beginnt Europa in Portugal und hört am Ural auf. Die geographische Einheit „Europa“ lässt sich kaum mit einer kulturellen Einheit verbinden. Ein Bestimmungshintergrund Europas ist die Antike, die uns den Namen Europa vermittelt hat. Europa baut sich auf der griechischen und römischen Antike auf, was sich deutlich in der Schrift, den Sprachen und dem allgemeinen europäischen Kulturgut zeigt. Doch ein genauer Blick zeigt, dass sich aus der Antike keine Bestimmung Europas ableiten lässt. Das Zentrum der griechischen Antike war die Ägäis und das Römische Reich basierte auf dem Mittelmeer und nicht auf Europa. Auch das aus der Antike stammende Christentum hat semitische Wurzeln.</p>
<p><strong>Was ist China?<br />
</strong>China, genauer Volksrepublik China, ist mit 9,6 Millionen km² der Fläche nach der drittgrößte Staat der Erde und mit 1,3 Milliarden Menschen der bevölkerungsreichste Staat der Erde. China ist heute ein Entwicklungsland mit hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten, aber auch großen regionalen Disparitäten. In diesem Land kontinentaler Dimensionen einerseits gibt es große rückständige Regionen, aber auch boomende Metropolen. Die prominenteste Grenze ist die Große Mauer, doch sie liegt innerhalb Chinas und zwar bereits seit der Reichseinigung unter Qin Shihuangdi. Dennoch bleibt die Mauer das wichtigste Symbol der Grenze und der Abgrenzung. China liegt nicht nur in China, sondern auch in Tibet oder in der Mongolei. In manchen chinesischen Grenzregionen ist China nicht oder noch nicht China.</p>
<p><strong>Was bedeutet eigentlich Kultur?</strong><br />
Kultur entsteht durch das Zusammenwirken vieler in einer Gesellschaft. Das bedeutet, dass der Kulturbegriff, wenn er allein verstanden oder festgelegt wird durch bestimmte Eliten, geprägt ist allein durch Dinge wie Literatur, Musik, Kunst, Architektur. Mehr oder weniger nimmt jeder Mensch Einfluss auf die Kultur einer Gesellschaft, als Schaffender oder als Teilnehmender. Kultur bildet sich durch das alltägliche Miteinander der Kommunikation, des Handelns und Denkens.</p>
<p><strong>Worin liegen die Gegensätze zwischen China und Europa?</strong><br />
Die technische, militärische und wirtschaftliche Unterlegenheit Ostasiens gegenüber dem Westen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert wurde in Ostasien vielfach als Schmach empfunden und führte zu einer tiefgreifenden Verunsicherung der traditionell dominierenden Einstellung kultureller Überlegenheit in China. Mit dem wirtschaftlichen Erfolg beginnt eine gewisse Renaissance des ostasiatischen kulturellen Selbstbewusstseins.<br />
Wesentlich Faktoren der verschiedenen Prägungen sind religiöse Traditionen (Judentum, Christentum oder Buddhismus) sowie philosophisch-geistesgeschichtliche Traditionen (Renaissance, Aufklärung oder Konfuzianismus).</p>
<p><strong>Die Harmonie der Gegensätze</strong><br />
Wenn man die fernöstliche Denk- und Lebensweise mit unserer westlichen vergleicht, kann man in beiden wünschenswerte Züge entdecken. Weder wir noch die Chinesen haben eine Patentlösung für alle Lebensprobleme. Aber alle gesunden Kulturen entwickeln sich, indem sie voneinander lernen. Wenn die fernöstliche Kultur zufällig ein wichtiges Element enthält, das uns fehlt, dann können wir es in unsere Kultur einbauen und dadurch ein volleres Leben führen.<br />
Dieses dynamische Verhältnis kann kaum besser dargestellt werden als durch die bekannteste Symbolik der chinesischen Kultur von Yin und Yang. Jedes der beiden Elemente enthält den Keim des anderen in der Form des dunklen und hellen Punktes. Jedes passende Element findet seinen Platz, sobald die richtige Balance gefunden ist. Ein ausgewogener und klarer Geist kann aus dem Chaos Ordnung schaffen und ein einseitiger Geist wird alles aus dem Gleichgewicht bringen, was er berührt.</p>
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		<title>„Das Graduierungssystem“</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 10:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Osenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute gebe ich mal einen Artikel über die WingTsun-Grade aus dem Gesamtwerk „Wing Tsun Kuen“ wieder, da ich immer wieder von Leuten, die gerade mit WingTsun begonnen haben, gefragt wurde, wie viele Prüfungen es gibt. Ich selbst finde es wichtig zu wissen, was man noch schaffen kann und welche Hürden noch auf einen warten. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gebe ich mal einen Artikel über die WingTsun-Grade aus dem Gesamtwerk „Wing Tsun Kuen“ wieder, da ich immer wieder von Leuten, die gerade mit WingTsun begonnen haben, gefragt wurde, wie viele Prüfungen es gibt. Ich selbst finde es wichtig zu wissen, was man noch schaffen kann und welche <em>Hürden </em>noch auf einen warten. So kann man sich selbst besser einsortieren und zuordnen, wer welchen Grad schon hat und wie weit man selbst ist. Denn ohne ein Ziel zu sein erscheint mir einfach nur sinnlos und nicht förderlich.</p>
<p>Generell kann man das Graduierungssystem im WT in vier Klassen teilen:<br />
Schülergrade<br />
Technikergrade<br />
Praktikergrade<br />
philosophische Grade</p>
<p>Die Einteilung in 12 <strong>Schülergrade </strong>wird nur außerhalb Hongkongs vorgenommen. Die Schülergrade lernen die 1. Und 2. Form sowie deren Anwendungen in Chi-Sao und Freikampf. Der 12 Schülergrad (SG) kann unter Umständen schon für begrenzte Ausbildungsaufgaben eingesetzt werden.</p>
<p>Die zweite Klasse reicht vom 1. bis zum 4. Grad. Dies bezieht sich auf die erlernten technischen Programme der Graduierten, die wir als <strong>Technikergrade</strong> bezeichnen. Ein Techniker hat der Definition nach die Techniken seines Programms gelernt und kann sie im Kampf einsetzen. Es wird jedoch in diesem Stadium nicht erwartet, dass er sie jederzeit gefühlsmäßig anwenden kann.</p>
<p>Die dritte Klasse schließt den 5. bis 8. Grad ein. Diese WingTsun-Experten bezeichnet man als <strong>Praktikergrade</strong>. Sie sind im eigentlichen Sinne „Meister des WingTsun“ und verfügen über eine erhebliche Schlagkraft, Schnelligkeit und durch jahrzehntelange Chi-Sao-Übung über eine automatische nicht vom Gehirn gesteuerte Reaktion. Je höher der Grad des Praktikers, desto größer sein Können und sein Wissen. In diesem Stadium kennt ein Meister nicht nur die Theorien des WingTsun, sondern auch der anderen Stile, so dass er aus dem Vergleich mit anderen seinen eigenen Stil, WingTsun, besser verstehen und beherrschen kann.</p>
<p>Die vierte Klasse schließt ebenfalls vier Stufen ein, den 9. bis 11. Grad. Die Höhe des Grades gibt wieder, wie gut der Inhaber dieser <strong>philosophischen Grade</strong> die Theorien des WingTsun versteht. In diesem Stadium sollte der „Großmeister des WingTsun“ alle technischen Probleme nicht nur des WingTsun, sondern auch anderer Stile erklären und lösen können. Am Ende sollte der Inhaber eines solchen Grades vertreten können, dass WingTsun nicht so sehr aus Techniken besteht, sondern aus philosophischen Prinzipien.</p>
<p><strong>1. Technikergrad<br />
</strong>Die erste Stufe in dieser Klasse. In gut zwei Jahren kann man dieses Programm erlernt haben. Die Prüfung besteht unter anderem aus einem Freikampf, in dem der Kandidat zeigen soll, dass er die erlernten Techniken einsetzen kann. Der 1. Technikergrad gilt als Probe- oder Assistenz-Lehrer. Das heißt, dass er noch nicht als voll qualifizierter Lehrer anzusehen ist. Er muss weiterhin Unterrichtserfahrung sammeln.<br />
<strong>2. bis 4. Technikergrad</strong><br />
Vom 2. Technikergrad an beginnen die sogenannten „qualifizierten Lehrer“ der IWTA, International WingTsun Association.<br />
<strong>5. bis 8. Praktikergrad</strong><br />
Ein Praktiker dieser vier Stufen beherrscht die WT-Techniken meisterhaft, das heißt, er kann als „Meister“ bezeichnet werden.<br />
<strong>9. Grad (Der Ankommene)</strong><br />
Hier gibt es keine Prüfung im üblichen Sinne mehr. Der Kandidat muss allerdings den Prüfungsausschuss der IWTA überzeugen, dass er die hohen Anforderungen erfüllt. Zur Beurteilung wird sein Verständnis der WT-Theorien, das sich in der Art seines Unterrichts und seiner Veröffentlichungen zeigt, herangezogen. Die Meister des 9. bis 11. Grades sollen eine akademische Ausbildung absolviert haben.<br />
<strong>10. Grad (Der Verstehende)</strong><br />
Der Titel weist darauf hin, dass der Inhaber nicht nur die Techniken beherrscht, sondern auch die Kampfkunsttheorien der anderen Stile eingehend erforscht hat, so dass er die Stärken und Schwächen eines beliebigen Stils sofort erkennen kann. Für ihn gibt es keine Barrieren zwischen den verschiedenen Stilen. Die Theorien aller Stile sind für ihn die Vereinigung der Theorien von Kunst und Wissenschaft.<br />
<strong>11. Grad (Der Alles-Vollbringende)</strong><br />
Dies ist der höchste erreichbare Titel. Der Inhaber soll zu einer rein philosophischen Auffassung der Kampfkünste gelangt sein. Für ihn sind Kampfkünste form- und endlose philosophische Theorien. Der Träger dieses Ehrentitels soll einen wichtigen Beitrag für WingTsun geleistet haben und hohes Ansehen im Kreise der Kampfkünstler genießen.<br />
<strong>12. Grad (Der Philosoph)</strong><br />
Dieser Grad existiert in Wirklichkeit nicht. Solche Perfektion ist nur ein Ideal und damit nicht wirklich erreichbar. Ein Träger des 11. Grades kann diesen Titel posthum, also nach seinem Tode, unter bestimmten Bedingungen zuerkannt bekommen.</p>
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		<title>„Nie wieder schüchtern“</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 06:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Osenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Die folgende Einleitung habe ich in einem Artikel auf der Homepage von FOCUS-Online gelesen und da ich sie sehr wissenswert fand, habe ich den Artikel komplett gelesen und gebe ihn deshalb hier wieder.
Wer sich Erfolg zutraut, hat´s leichter: Aus einem zurückhaltenden Mädchen wird nie eine Pferde stemmende Pippi, aber mit etwas Hilfe lässt sich aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1></h1>
<p>Die folgende Einleitung habe ich in einem Artikel auf der Homepage von FOCUS-Online gelesen und da ich sie sehr wissenswert fand, habe ich den Artikel komplett gelesen und gebe ihn deshalb hier wieder.<br />
<em>Wer sich Erfolg zutraut, hat´s leichter: Aus einem zurückhaltenden Mädchen wird nie eine Pferde stemmende Pippi, aber mit etwas Hilfe lässt sich aus jedem Kind mehr Durchsetzungskraft herauskitzeln.<br />
</em>Ich finde den Artikel nicht nur interessant, weil wir unser Selbstbewusstsein ständig im WingTsun-Unterricht stärken, sondern auch da ich immer wieder Situationen von Menschen, egal welches Alter oder Geschlecht, mitbekomme, in der sie sich selbst nicht wohl fühlen. Aber obwohl sie sich in einer bestimmten Situation unbehaglich, eingeengt oder zu etwas gezwungen fühlen, sagen sie nichts und vertreten nicht ihre eigene Meinung, wie sie es gerade empfinden und was sie nicht möchten. Sie würden zwar gerne etwas äußern, doch sie wollen niemanden verletzen und nehmen deshalb in Kauf, sich in dem Moment ein bisschen unwohl und eingekeilt zu fühlen anstatt ihre Meinung zu sagen und somit selbstbewusst für sich einzustehen ohne sich für jemanden zu verbiegen.<br />
So war es zum Beispiel letztens, dass ich mich mit einer Frau unterhielt, die mir erzählte, dass sie einen ziemlich großen und kräftigen Bekannten haben, der einen immer zur Begrüßung und zur Verabschiedung umarmt. Sie selbst fühlt sich dann immer total schwach und beklemmt. Schon bevor es überhaupt dazu kommt und sie weiß, dass er sie gleich umarmen wird, bekommt sie leichte Panik und würde sehr gerne nicht da sein. Doch sie lässt es lieber über sich ergehen als was zu sagen.<br />
Ich habe ihr den Tipp gegeben, doch beim nächsten Mal zuvor etwas zu sagen und ich bin gespannt, ob sie zu sich selbst steht.<br />
Und genau deshalb bin ich der Meinung, dass es schon von klein auf wichtig ist, das zu sagen was man möchte zu was nicht und auch dazu zu stehen was man gesagt hat. Und so komme ich nun zum heutigen Artikel zurück:<br />
Nadine war zwölf, als sie die Sommerferien mit ihren Eltern an der französischen Atlantikküste verbrachte. Eines Abends gab ein Jazzmusiker am Strand ein Konzert, von dem sie vollkommen begeistert war. Sie wollte unbedingt ein Autogramm, traute sich aber nicht, ihn darum zu bitten. Als sei es gestern gewesen, erinnert sich Nadine Grieger, heute eine erwachsene Frau von 27 Jahren, wie sie damals in Gedanken bis drei zählte, um sich Mut zu machen und den ersten Schritt in Richtung Bühne zu wagen: „Doch ich stand da, wie festgewachsen. Und dann schickte ich meinen Vater vor &#8211; wie so oft.“</p>
<p>Solange sie zurückdenken kann, prägt die Schüchternheit das Leben der Wienerin. Sie hat sich damit arrangiert, „weil es ein Teil von mir ist wie meine Liebe zur Musik oder meine blonden Haare“. Doch vor allem als Jugendliche litt sie unter ihrer Verzagtheit &#8211; wenn sie mal wieder rot anlief oder ihr keiner zuhörte, weil sie zu leise sprach. In solchen Momenten wurde ihr schmerzlich bewusst, wie sehr sie ihre Zurückhaltung hemmte und wie viel ihr dadurch entging.</p>
<p><strong>Jeder zweite Viertklässler ist schüchtern</strong></p>
<p>Vom inneren Kampf der Schüchternen bekommen Außenstehende meist wenig mit. Zurückhaltende Menschen sind durchaus beliebt. Sie gelten als sympathisch, da sie wunderbare Zuhörer und verlässliche Freunde sind, die zwar wenige, dafür intensive Beziehungen pflegen. Mädchen, die schüchtern erröten, wenn ein Junge sie anspricht, werden besonders umschwärmt. „Eine Gesellschaft aus lauter Selbstdarstellern, Spaßvögeln, Angebern und Wichtigtuern wäre schier unerträglich“, sagt Borwin Bandelow, Psychologe an der Universität Göttingen &#8211; und Experte auch aus eigener Not. Der Wissenschaftler litt selbst unter Schüchternheit und verarbeitete die Erfahrungen mit seinen Patienten sowie die eine oder andere Selbsterkenntnis in zwei Büchern „Das Angstbuch“ und „Das Buch für Schüchterne“.</p>
<p>Langweilig, inkompetent und unattraktiv &#8211; so fühlen sich vor allem unsichere Kinder. Nach einer Schweizer Studie ist fast jeder zweite Viertklässler schüchtern; 15 Prozent gelten gar als ausgesprochen gehemmt. „Wer sich nichts zutraut und oft andere vorschicken muss, leidet unter geringem Selbstwertgefühl“, weiß der Psychotherapeut Helmar Dießner aus Hamm. In ihren Träumen gehören solche Kinder zu den Coolen der Klasse und haben viele Freunde. In Wirklichkeit senken sie den Blick, sobald sie jemand anspricht. Sie hassen es, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, können Kritik schlecht ertragen und sind äußerst lärmempfindlich. Dabei fragen sie sich ständig, wie sie auf andere wirken und wie sie sich selbst fühlen. Auch wenn sie sich Freunde wünschen, können sie soziale Kontakte selten genießen. „Ich habe immer daran gedacht, dass ich auf keinen Fall rot werden darf“, erinnert sich Nadine Grieger. „Natürlich ist es dann erst recht passiert.“</p>
<p>Im Extremfall kann Schüchternheit dazu führen, dass man sich vor anderen Menschen regelrecht fürchtet. Jugendliche mit zu geringem Selbstvertrauen haben zudem ein erhöhtes Risiko, an Essstörungen oder Depressionen zu erkranken. Manche greifen zu Drogen, etwa um mit Alkohol den fehlenden Mut zu kompensieren.</p>
<p>Da ich noch mehr Informationen zu dem Thema habe, werde ich noch einen Beitrag darüber schreiben, woher die Schüchternheit kommt, ob die Gene, die Eltern oder die Lehrer vielleicht sogar Schuld haben und was hilft nicht mehr so schüchtern zu sein.</p>
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		<title>„Erfolgsrezepte für Schüchterne“</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 14:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Osenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon im letzten Beitrag angekündigt, hier nun der Beitrag darüber woher die Schüchternheit kommt, ob die Gene, die Eltern oder die Lehrer vielleicht sogar Schuld haben und was hilft nicht mehr so schüchtern zu sein. Bei dem Thema musste ich direkt wieder an eine Schauspielerin denken, die in einer Talkshow über ihr Leben sprach. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon im letzten Beitrag angekündigt, hier nun der Beitrag darüber woher die Schüchternheit kommt, ob die Gene, die Eltern oder die Lehrer vielleicht sogar Schuld haben und was hilft nicht mehr so schüchtern zu sein. Bei dem Thema musste ich direkt wieder an eine Schauspielerin denken, die in einer Talkshow über ihr Leben sprach. Ich weiß leider nicht mehr wie sie heißt, da ich nur kurz reingeschaut habe. Sie ist jetzt schon über sechzig und kann sich trotzdem noch an einige Szenarien erinnern, die sie als junge Frau durchlebt hat. Es fing schon in der Kindheit an, dass sie immer zu allem „Ja.“ Sagte, da ihre Eltern sie so erzogen hatten. Ein „Nein.“ War von ihr kaum bis gar nicht zu hören. Egal um was es ging oder ob sie sich dabei unwohl fühlte, sie machte ständig das, was man von ihr verlangte. Später bekam sie Rollen als Schauspielerin in einer Serie angeboten und die Regisseure wollten, dass sie und ihre Kollegin sich mit freiem Oberkörper filmen ließen. Die andere Schauspielerin lehnte daraufhin die Rolle ab, doch sie selbst sagte nicht „Nein.“ und ließ alles widerwillig über sich ergehen. Sie fühlte sich so beschämt und heulte nach jeder Aufnahme und dennoch äußerte sie immer noch nicht ihre Meinung. Sie berichtete, dass sich alle sehr rührend um sie gekümmert und sie getröstet hätten und sie sich deshalb nicht weiter unwohl dabei fühlte. Sie hat noch viel mehr solche Situationen durchlebt und setzt sich bis heute noch nicht durch.<br />
Ich war und bin immer noch entsetzt darüber, wie man so viel über sich ergehen lassen kann ohne seine Meinung zu äußern. Ich habe die Schauspielerin nur kurz gesehen, wie sie sich verhält und wie sie redet und habe schon bemerkt, dass sie fast gar kein Selbstbewusstsein hat.<br />
Genau deshalb gebe ich solche Artikel wie den folgenden hier wieder, damit man sich bewusst macht, was man bei sich selbst schon ändern kann:</p>
<h1>Sind die Gene oder die Eltern schuld?</h1>
<p>Die Münchner Familienberaterin Irene Spielvogel ortet die Ursachen für mangelndes Selbstvertrauen vor allem in der Kindheit und in den Beziehungen innerhalb der Familie. „Schüchternheit erbt man wie Hammerzehen oder Sommersprossen, aber natürlich spielt auch die Erziehung eine Rolle“, glaubt der Göttinger Psychologe Borwin Bandelow.<br />
Hirnforscher haben auf jeden Fall erkannt, dass bei zurückhaltenden Menschen der Mandelkern – die Gehirnregion, die man auch Angstzentrum nennt – besonders aktiv ist. Was für die Urmenschen überlebenswichtig war, führt heute dazu, dass Schüchterne gehemmt sind, weil sie überall Gefahren wittern – selbst dort, wo keine sind. Das trifft schon auf die Jüngsten zu. Ein negatives Selbstbewusstsein, so die gängige Lehrmeinung, können Kinder bereits mit zweieinhalb Jahren entwickeln. Mit fünf ist die Ausbildung des Selbstwertgefühls größtenteils abgeschlossen – bis zum 20. Lebensjahr erfolgt nur noch die Feinabstimmung.</p>
<h2>Eltern beeinflussen Schüchternheitsgrad</h2>
<p>Auch wenn Schüchternheit mindestens teilweise genetisch bedingt ist, können Eltern den Schüchternheitsgrad eines Kindes entscheidend beeinflussen: Ängstliche Kinder werden nicht selten von starken, erfolgsorientierten Eltern erzogen. Ein gutgemeinter Rat für zu Hause: weniger fordern, mehr loben, sich selbst zurückzunehmen und eigene Unsicherheiten zuzugeben.</p>
<p>Mit grauen Mäusen gehen nicht nur Klassenkameraden gnadenlos um, sondern auch eine erfolgsorientierte Gesellschaft. Schon im Kindergarten zeigen sich Schüchterne weniger sprachgewandt und nicht so zuversichtlich wie andere, so eine Studie der Uni Zürich. In der Schule sind sie in sprachlichen Fächern schwächer, und in Mathe bekommen vor allem unsicher auftretende Mädchen schlechtere Noten.</p>
<h1>Die Lehrer haben die Frechen im Blick</h1>
<p>„Im Klassenverband gelten schüchterne Kinder als pflegeleicht, während aggressive Schüler die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen“, sagt Experte Bandelow. Eine Berliner Grundschullehrerin räumt ein, dass es schwer für sie sei, die Leistung von schüchternen Kindern zu beurteilen: „Sie sitzen still in der Ecke, und ich kann nur mutmaßen, ob sie die Antworten nicht wissen oder sich einfach nur nicht trauen, den Mund aufzumachen.“<br />
Das Pädagogische Institut der Universität Zürich hat Erstklasslehrer gebeten, die Namen ihrer Schüler aufzuzählen. Ergebnis: Die meisten erinnerten sich nur an jene, die sich auf irgendeine Weise hervorgetan hatten. Nur sechs Prozent der genannten Schüler fielen in die Kategorie „schüchtern“.</p>
<h2>Ermahnungen sind kontraproduktiv</h2>
<p>Mütter und Väter kleiner Angsthasen brauchen dennoch nicht zu verzweifeln. Vermutlich wird aus dem zaghaften Sohn oder der weinerlichen Tochter kein lautstarker Draufgänger, doch schon mit wenigen Veränderungen im familiären Alltag kann man Kindern mehr Zuversicht und Selbstvertrauen mitgeben<em>. Die Grundregel: Schüchterne brauchen viel Aufmerksamkeit und positives Feedback.</em> „Eltern sollten ihr Kind für gewünschtes Verhalten und eine gute Leistung loben“, schlägt Therapeut Dießner vor. Und Lehrer können sich jede Woche ganz bewusst einem bestimmten Kind widmen; ihm zum Beispiel Tricks für den Auftritt vor der Klasse anbieten.<br />
Niemals sollten Eltern ihr Kind wegen seiner Schüchternheit rügen, etwa mit dem beliebten Satz: „Nun sei doch nicht so schrecklich schüchtern!“ Ermahnungen verstärken das Verhalten des Kindes nur. Klüger ist es, Negativaussagen („Das kann ich nicht!“) ernst zu nehmen und Sohn oder Tochter an vergangene Erfolge zu erinnern.</p>
<p>Gerade schüchterne Kinder brauchen die Zuversicht und das Vertrauen ihrer Eltern. Die müssen gelassen bleiben, aber nicht einfach zusehen, wie sich ihre Kinder daheim einigeln. Neues ausprobieren, Talente entdecken – das macht Mut.</p>
<h1>Erfolg macht erfolgreich, Misserfolg deprimiert</h1>
<p>Ständige Niederlagen im Tennisclub können für schüchterne Kinder eher kontraproduktiv sein. Doch Anerkennung bekommt man nicht nur in leistungsorientierten Sportarten. Um körperliche Anspannung abzubauen, eignen sich Judo, Wasserball oder Fußball, wobei man sich spielerisch austoben kann. Ein echter Gewinn können Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse sein – zum Beispiel bei den Pfadfindern oder in einer Band.<br />
„Da sich Schüchterne oft schwertun, Kontakte zu knüpfen, sind sie auf Mitmenschen angewiesen, die für sie soziale Verantwortung übernehmen“, sagt Therapeut Dießner. „Eltern können vorsichtig Freundschaften anbahnen – indem sie zum Beispiel andere Familien mit ihren Kindern nach Hause einladen.“ Gleichwohl sollten sie ihren Sprösslingen nicht alle Schwierigkeiten vom Hals halten. Mutiger muss jeder allein werden – manchmal braucht das einfach ein bisschen mehr Zeit. Wer zögerliche Kinder drängelt oder schiebt, verunsichert sie nur zusätzlich.</p>
<h1>Erfolgsrezepte für Schüchterne</h1>
<p>Erfolgsrezept mit Spiegel, Korken und Methode: Theaterschauspieler Stephan Ullrich verrät, wie sich Kinder auf der Bühne des Lebens überzeugend präsentieren.</p>
<p><strong>Basics:</strong> Psychologen haben herausgefunden, dass Lächeln – selbst grundloses – die Laune hebt. Analog dazu gilt: Bereits eine gute Körperhaltung fördert das Selbstwertgefühl. Kindern mit hängenden Schultern und eingesunkener Brust hilft es, wenn sie sich ihres Auftretens bewusst werden und es verändern. Tipp: Vor dem Spiegel die verschiedenen Haltungen ausprobieren. Wie fühle ich mich dabei?</p>
<p><strong>Stehen üben:</strong> Wer mit beiden Beinen sicher auf der Erde steht, schöpft Kraft aus der Bodenhaftung. Selbst die Stimme wird fester. Übung: Versuche zu stehen wie ein Baum. Die Füße sind deine Wurzeln, die Beine der Stamm und der Kopf die Baumkrone. Oder: Gewicht auf den rechten Fuß verlagern, linken Arm und Bein an-winkeln. Mit drei Fingern der rechten Hand unter den Bauchnabel drücken, dann tief in den Körpermittelpunkt atmen. Anfangs ist es schwer, das Gleichgewicht zu halten, dann aber gehts immer besser.</p>
<p><strong>Begrüßung:</strong> Ein schlaffer Händedruck symbolisiert geringes Selbstvertrauen. Wer die Hand des Gegenübers jedoch zerquetscht, will Macht ausüben. Versuche, einen Mittelweg zu finden. Probier es gezielt aus: Gib neuen Bekannten unterschiedlich fest die Hand, und schau dein Gegenüber dabei an. Wie ist seine Reaktion?</p>
<p><strong>Sichtkontakt halten:</strong> Schüchterne können Blicken nur schwer standhalten – sie starren auf den Boden oder in Zimmerecken, nur um dem Gesprächspartner nicht in die Augen schauen zu müssen. Kleiner Trick: Beim Anderen die Nasenwurzel zwischen den Augen fixieren. Dann wird der Blickkontakt nicht unangenehm. Wer bei einem Referat Angst hat, in die Klasse zu schauen, hebt einfach das Blatt so an, dass die Köpfe der Mitschüler verdeckt sind, und konzentriert sich auf einen Punkt hinten an der Wand.</p>
<p><strong>Laut und deutlich sprechen:</strong> Wer undeutlich und zu leise spricht, muss mit seiner Stimme experimentieren. Übung: Summen wie eine durchs Zimmer taumelnde Fliege. Mit hervorgestoßenen Explosivlauten wie T und K bringt man Spannung in sein Zwerchfell. Und wer zehn Minuten mit einem Korken im Mund gesprochen hat, wird sich später über eine viel deutlichere Aussprache wundern.</p>
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		<title>„WingTsun-Schuhe bringen Power in den Stand“</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Osenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den chinesischen Schuhen mit ihren Ledersohlen &#8211; da rutscht man doch leicht weg, da dreht ein Fuß unbeabsichtigt aus, wollen die Zehen ihre Einwärtsdrehung im IRAS nicht halten. Könnte man meinen.
So lautet die Einleitung eines aktuellen Artikels auf der offiziellen Homepage der EWTO. Ich persönlich trage beim Training fast immer die WT-Schlappen, da ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den chinesischen Schuhen mit ihren Ledersohlen &#8211; da rutscht man doch leicht weg, da dreht ein Fuß unbeabsichtigt aus, wollen die Zehen ihre Einwärtsdrehung im IRAS nicht halten. Könnte man meinen.</p>
<p>So lautet die Einleitung eines aktuellen Artikels auf der offiziellen Homepage der EWTO. Ich persönlich trage beim Training fast immer die WT-Schlappen, da ich mich in ihnen wohler fühle und ich gleichzeitig, bei allen Übungen, meine Standfestigkeit und meinen Gleichgewichtssinn trainieren kann. Außerdem muss ich nicht so extrem bei Tritten und beim Bodenkampf aufpassen, dass ich jemanden mit einer <em>harten</em> Kante meines Schuhs treffe, da die chinesischen Schuhe ja eine Ledersohle haben. Ganz im Gegensatz zu Turnschuhen, die immer eine Gummisohle haben. Wenn man damit beim Tritt nicht genauestens aufpasst, ist so eine Kante wirklich schmerzhaft und man kann dadurch nicht so gut und effektiv üben. Und was ich sehr gut an ihnen finde ist, dass man mit ihnen die Schrittarbeit um einiges einfacher und besser üben kann, als mit Turnschuhen. Das ist aber nur meine Meinung und jeder sollte selbst entscheiden, was für ihn die beste Möglichkeit ist.</p>
<p>Der Artikel geht folgender Maßen weiter:</p>
<p>Also ist es besser, Schuhe mit fester Gummi- oder Kunststoffsohle zu tragen? Die rutschen nicht und halten die Füße in der gewünschten Position, indem sie leicht am Boden haften bleiben, so das Training des IRAS vordergründig einfacher machen und das Gefühl von Kontrolle geben. Doch der Schein trügt, denn die Kunststoffsohlen bringen ganz allgemein einige bekannte Nachteile mit sich:</p>
<p><em>Verletzungsgefahr des Partners durch die Turnschuhe, wenn er leichtere Schuhe trägt</em></p>
<p><em>leichtes hängen bleiben an der Kleidung oder Beinen des Partners bei Kicks oder Trittabwehr, was eventuell unangenehme Folgen hat</em></p>
<p><strong>Bequeme Muskulatur überlässt Haltearbeit den Turnschuhen &#8211; auf Kosten der Flexibilität</strong></p>
<p>Die rutschfesten Schuhe übernehmen eine Aufgabe, die eigentlich die Muskeln übernehmen sollten, nämlich die Haftung auf dem Boden. Durch die Gummisohle kommt eine passive Fixation auf Kosten der dynamischen Stabilisierung durch die Muskulatur zu Stande. So werden die Muskeln immer träger und überlassen die Haltearbeit der Gummisohle mit dem Nachteil, dass dem Nervensystem eine unechte Stabilität, eine unechte Sicherheit vorgegeben wird und wichtige Muskeln unseres Körpers weniger trainiert werden &#8211; die so genannten Rumpfstabilitäts-Muskelgruppen, die für die Stabilität unseres Rumpfes während der Bewegung verantwortlich sind. Diese Muskelarbeit ist die Voraussetzung für eine korrekte Beinspannung, was mit den chinesischen Schuhen sehr bewusst wird, da sich die Füße automatisch nach außen drehen, wenn der untere Rumpf nicht richtig stabilisiert ist. Durch die rutschfesten Gummisohlen kann man die Füße trotz fehlender Rumpfstabilität einigermaßen halten, jedoch mit folgenden Nachteilen:</p>
<p><em>Mehr Adduktion statt Innenrotation: Die Belastung auf dem Fuß wechselt auf die Innenkante, dadurch wird das Knie außen mehr belastet und die Innenbänder am Knie werden gedreht (X-Beine).</p>
<p>Die Lendenwirbelsäule wird in Richtung Hohlkreuz gezogen und es entsteht Fixation statt dynamischer Rumpfstabilität, was wiederum die Fähigkeit nachzugeben und zu fühlen massiv beeinträchtigt.</em></p>
<p><strong>Rumpfstabilität &#8211; die Voraussetzung für Körpereinheit<br />
</strong>Diese Rumpfstabilisatoren umschließen unseren Becken- und Bauchraum wie eine feste Hülle, bestehend aus inneren Bauch-, unteren Rückenmuskeln, Beckenboden und Zwerchfell. Sie unterstützen uns bei praktisch allen Bewegungen, indem sie die Körpermitte stark machen, die Wirbelsäule stützen, so dass effiziente Bewegung überhaupt möglich wird. Sind die Haltemuskeln zu schwach, müssen Bewegungsmuskeln unterstützend eingreifen, das heißt letztere können nun ihren eigentlichen Bewegungszweck nicht mehr optimal ausführen. Es kommt zu muskulärer Fixation auf Kosten der Flexibilität. Gerade bei schnellen, ausladenden Bewegungen und beim Heben werden im muskulär fixierten Körper Strukturen überlastet. Schmerzen im unteren Rücken sind nicht selten die Langzeitfolge.</p>
<p>Also gilt es, diese Stabilisatorenmuskeln zu trainieren, was wir im WingTsun glücklicherweise schon ziemlich effizient mit unserem IRAS und der Schrittarbeit machen. Noch wirksamer wird das Training, wenn wir die rutschigen chinesischen Schlüpfschuhe tragen, da sie eben weniger Kompensation durch eine Fixierung zulassen und uns somit besseres Feedback darüber geben, wie wir unseren Bewegungsapparat gerade einsetzen. Der fehlende Halt am Boden wird nun aktiv von der Stabilisatorenmuskulatur übernommen bzw. wird sie gefordert, mehr Leistung zu bringen, um die Positionen trotzdem richtig halten zu können. Dadurch wird die Körpereinheit automatisch aktiviert.</p>
<p><strong>Bodenkontakt unserer Fußsohlen ermöglichen<br />
</strong>Zudem haben die Füße in Schuhen mit sehr dünnen Sohlen besseren Bodenkontakt und dadurch können die Rezeptoren an Zehen und Fußsohlen den Untergrund spüren und optimaler mit ihm interagieren. Die Informationen, die unsere Fußsohlen ans Nervensystem weiterleiten, sind für einen guten Stand und ein sich laufend neu findendes Gleichgewicht unabdingbar. Beim Gehen leitet das Auftreffen des Fersenbeins auf dem Boden den Impuls direkt in die Hüfte weiter (Knochenleitung) und aktiviert die tiefe, stabilisierende Hüftmuskulatur.</p>
<p><strong>Fazit<br />
</strong>Schuhe mit dünnen Sohlen oder gar Barfußlaufen sind wichtig für eine ausgewogene Bewegungsmöglichkeit. Verlieren wir also nicht den Boden unter den Füßen!</p>
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		<title>„Schlau durch SiuNimTau“</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 04:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Osenberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich diese „Schlagzeile“ beim Stöbern auf der Homepage der EWTO gelesen hatte, wurde ich neugierig und klickte auf den Link. Den Artikel, der dort aufgerufen wurde, finde ich lesenswert und gebe ihn euch deshalb  hier wieder.
Dass WT und ChiKung guttun, spüren wir instinktiv. Die positiven Auswirkungen auf alle Altersstufen von Kids bis Best Ager [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich diese <em>„Schlagzeile“ </em>beim Stöbern auf der Homepage der EWTO gelesen hatte, wurde ich neugierig und klickte auf den Link. Den Artikel, der dort aufgerufen wurde, finde ich lesenswert und gebe ihn euch deshalb  hier wieder.</p>
<p>Dass WT und ChiKung guttun, spüren wir instinktiv. Die positiven Auswirkungen auf alle Altersstufen von Kids bis Best Ager lassen sich auch wissenschaftlich begründen: Bewegungsübungen ebnen den generellen Zugang zur Lernfähigkeit des Gehirns und dadurch verbessern wir nicht nur unsere körperliche Koordination, sondern auch Alltagsfähigkeiten wie Konzentration, Wahrnehmung und Organisation. Wie funktioniert das aber und welche Übungen sind besonders förderlich?</p>
<p><strong>Zusammenhänge zwischen Gehirnaktivität und Bewegung<br />
</strong>Unsere Bewegungen werden vom Gehirn so gesteuert, dass für die Bewegung der rechten und linken Hälfte unseres Körpers jeweils die gegenüberliegende Hirnhälfte zuständig ist. Komplexe Bewegungen können wir koordiniert über die Verbindung der beiden Hirnhälften durchführen. Diese wird besonders stimuliert, wenn Bewegungen von einer Seite ausgehen und bis zur anderen Seite reichen – wie zum Beispiel beim gekreuzten TanSao. Durch weitere Dimensionen wie „vorne/hinten“ und „oben/unten“ verstärkt sich die Wirkung. Ein gutes Beispiel hierfür ist der erste Satz der SiuNimTau (SNT), der Bewegungen in all diesen Dimensionen beinhaltet. So fördern wir die Bildung von Nervenleitbahnen und dadurch die gute Vernetzung der Gehirnareale.</p>
<p><strong>Beispiele für Überkreuzbewegungen<br />
</strong>Solche stimulierenden Bewegungen können wir jederzeit in unserem Alltag einbauen:</p>
<p><em>Sitzen mit überkreuzten Beinen und Arme vor der Brust kreuzen, dann mit dem Oberkörper nach unten beugen, wieder hochkommen, Arm- und Beinposition wechseln</em></p>
<p><em>Im Stehen Ellbogen und Knie über Kreuz vor dem Körper zusammenbringen.</em></p>
<p><em>Mit dem Finger (oder auch nur den Augen) in die Luft eine liegende 8 malen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Auch viele WT-spezifische Bewegungen eignen sich hierfür:</p>
<p><em>1. Satz SNT – auch spiegelverkehrt mit der rechten Hand oben</em></p>
<p><em>Öffnen der Arme im 4. Satz und schließen im LanSao – wiederholt mit jeweils wechselnden Armen oben üben</em></p>
<p><em>6. Satz SNT – simultan mit beiden Armen spiegelverkehrt üben</em></p>
<p><em>Kreuzschritt, besonders in der Variante des 4. Satzes der ChiKung-Form</em></p>
<p>Überkreuzbewegungen berühren durch die Stimulation der Verbindung unserer beiden Gehirnhälften sogar noch einen anderen Aspekt:</p>
<p><strong>Psychische Ausgeglichenheit durch Verknüpfung verschiedener Verarbeitungsstrategien</strong></p>
<p>Die Gehirnforschung ordnet den beiden Gehirnhälften unterschiedliche Verarbeitungskonzepte zu. So soll die linke Gehirnhälfte vor allem für rationales Denken (Logik und Wörter) sowie für analytische und mathematische Prozesse verantwortlich sein, während die rechte Gehirnhälfte mehr die Intuition, Kreativität, Symbole und Gefühle steuern soll.</p>
<p>Heutzutage haben viele Menschen mehr Zugang zur linken Gehirnhälfte, während die rechte eher in den Hintergrund gerät. Um ganzheitliches Lernen und Handeln zu ermöglichen, sind aber beide Gehirnhälften mit ihren verschiedenen Verarbeitungsstrategien notwendig.</p>
<p>Indem wir die oft vernachlässigte rechte Gehirnhälfte durch Bildung zusätzlicher Nervenverbindungen zur linken Seite stärken, gleicht sich diese Dysbalance aus. Dadurch lässt sich Müdigkeit gleichermaßen wie Unruhe/Hyperaktivität, seelischem Ungleichgewicht/Verstimmungen entgegen wirken und lassen sich Selbstheilungskräfte unterstützen.</p>
<p>Besteht individuell kein akutes Defizit, können durch dieses Tuning neue Denkstrategien wirksam werden, was das eigene Potential steigert.</p>
<p>SiuNimTau macht also nicht nur schlau, sondern auch erfolgreich und glücklich …</p>
<p>Als ich den Artikel gelesen hatte, musste ich an die Aussage eines Kindes beim Kids-WingTsun denken: „Durch die Kreuzungen des Körpers wird man besser in Mathe. Das machen wir doch auch bei der Form.“ Ich finde er hat mit diesem Spruch nicht ganz unrecht, denn durch die SiuNimTau steuern wir, wie schon im Artikel beschrieben, beide Gehirnhälften gleichzeitig an, was das Gehirn stärkt und ihm hilft sich immer weiter zu verbessern. Aber nicht nur Kreuzungen und gleichzeitiges Anfordern beider Gehirnhälften helfen einem, sondern zum Beispiel auch rückwärtslaufen ist für bestimmte Teile unseres Gehirns sehr wichtig und fördert unter anderem die mathematischen und feinmotorischen Fähigkeiten. Das weiß ich, da wir das mit meiner Schwester ausprobiert haben, die eine Rechenschwäche hat und deren Feinmotorik nicht richtig ausgebildet ist. Das liegt sehr wahrscheinlich daran, dass sie bei der Geburt die Nabelschnur um den Hals hatte.<br />
Sie benutzt immer ihre Finger zum Ausrechnen verschiedener Matheaufgaben. Deshalb haben wir sie immer wieder dazu angetrieben, rückwärts zu laufen. Sie kann zwar nicht alles, doch bestimmte Sachen fallen ihr danach leichter. Es ist also wichtig sein Gehirn genauso zu trainieren wie einen Muskel, um es immer weiter zu verbessern.</p>
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