„Zusätzliches Krafttraining für die Arme“

Der heutige Beitrag soll helfen, den richtigen Trainingseffekt für unsere Arme im WingTsun zu finden. Denn viele Kraftübungen für die Arme sind für einen WT-ler ungeeignet. Entweder sind diese auf längere Sicht gesehen zu belastend oder Trizeps (der gewünschte Trainingseffekt) und Bizeps (der unerwünschte Trainingseffekt) werden gleichzeitig beansprucht. Für uns WT-ler ist das nicht so effektvoll, denn wenn man sich den ersten Kraftsatz anschaut (Befreie dich von deiner eigenen Kraft), dann stellt man fest, dass man zum Beispiel für einen Fauststoß nur den Trizeps und nicht den Bizeps benötigt. Das liegt daran, dass der Bizeps zum Beugen des Armes und der Trizeps zum Strecken des Armes zuständig ist. Wenn man nun beim Fauststoß gleichzeitig den Bizeps und den Bizeps anspannt, wird man merken, dass man den Arm nicht vollständig ausstrecken kann und die Kraft somit im eigenen Arm bleibt und nicht in den Gegner übertragen wird. Deshalb muss man sich von seiner eigenen Kraft befreien, in diesem Fall den Bizeps entspannen und den Trizeps anspannen. Macht man dieses nicht, ist das genauso als würde man mit angezogener Handbremse losfahren. Man kommt zwar von der Stelle, doch nicht wirklich schnell und leicht.

Aus diesem Grunde ist es auch sehr wichtig, die richtigen Kraftübungen für die Arme zu üben, damit man im Nachhinein keine Probleme bekommt. Die folgenden Übungen aus dem Artikel „Zusätzliches Krafttraining für die Arme“ von der offiziellen Homepage der EWTO aus der Rubrik WingTsun helfen uns dabei. Dort findet ihr auch die passenden Bilder zu den Übungen.

Zu Beginn werden isometrische Aufwärmübungen ausgeführt.

Ausführung:

Die magische Zahl in der Isometrik ist sieben, deshalb werden diesmal sieben verschiedene Übungen für die Armkräftigung vorgestellt. Je nach Übung werden die Arme/Hände mal gegeneinander, dann wieder gegen den eigenen Körper gepresst. Langsam bis sieben zählen und dann zur nächsten Einheit.

Anforderungskatalog:

Koordination, Konzentration, Muskelanspannung erzeugen

Gefühlte Leistung:

Beanspruchung hauptsächlich des Trizeps und der Brust-, Bauch-, Gesäßmuskulatur. Anfänglich ungewohnter Bewegungsablauf, der schnell Spaß macht

Powerübung I

Ausführung:

Eine partnerlose Übung für den Trizeps. Man geht fast in die klassische Liegestützstellung runter, nur dass das Gesäß angehoben wird (der Körper bildet zum Boden ein kleines Dreieck). Die Hände sind zu einem Keil geformt am Boden, die Füße schulterbreit auseinander. In dieser Lage verweilen wir ca. 1-2 Minuten. Um einen höheren Schwierigkeitsgrad zu erreichen, bewegen wir uns langsam mit den Armen auf und ab.

Anforderungskatalog:

Koordination, Konzentration, Muskelanspannung erzeugen

Gefühlte Leistung:

Starke Beanspruchung des Trizeps bis in die letzte Muskelfaser. Auch die Bauchmuskeln werden kontrahiert.

Abschlussübung

Ausführung:

Diesmal mit einem Partner, der in die Brückenstellung geht. Der Andere legt seine Beine auf den Bauch des Trainingspartners und zwar so, dass er seine Beine im Kniegelenk beugen kann.

Derjenige, der die Beine oben aufliegen hat, beugt seine Arme auf und ab. Der andere versucht, mit Hilfe seiner Bauchmuskulatur das Gewicht der abgelegten Beine zu absorbieren.

Anforderungskatalog:

Konzentration, Muskelanspannung in Bauch, Oberschenkel, Arme, Schulter, Gesäß

Gefühlte Leistung:

Starke Beanspruchung des Trizeps bis in die letzte Muskelfaser. Auch die Bauchmuskeln werden kontrahiert

 

1 Kommentar

  1. Sehr interessanter Bericht über das Krafttraining für Wing Tsun.
    Um die Partnerlose Übung noch zu optimieren, gibt es spezielle Trainingsgeräte für den Kampfsport. Diese sind ideal auch für Wing Tsun geeignet. Auf http://www.power-wt.de findet ihr mehr Informationen.

    Auch ein klassisches Boxsacktraining, kann mit Hilfe spezieller Trainingsgerät noch effektiver werden.
    Auch das Bauchmuskeltraining mit dem Partner finde ich super. Gerade die Core-Muskulatur ist im Wing Tsun äußerst wichtig.

    Macht weiter so!

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